Gebrauchte Mountainbikes kaufen - Tipps

Tipps beim Kauf von gebrauchten Mountainbikes

Mountainbikes sind sehr beliebt, denn die Bikes sind nicht nur besonders robust und sehen ansprechend aus, nein, sie haben zudem einiges zu bieten. Einen Berg mit einem solchen Fahrrad zu erklimmen ist ein Kinderspiel, doch Mountainbikes haben auch ihren Preis, wie Marco Bader von Bikecheckpoint in Kempten weiß. Er ist Zweiradspezialist und kennt sich im Bereich Mountainbikes hervorragend aus.

Marco vom Gebraucht-Mountainbike-Handel Bikecheckpoint in Kempten verrät euch heute, worauf ihr beim Kauf eines Mountainbikes achten solltet und wann es besser ist die Finger von einem solchen zu lassen. Die Angebote von Verkäufern, egal, ob in der Tageszeitung oder im Internet, lesen sich oftmals wie ein 6er im Lotto.

So Aussagen, dass das Mountainbike nur wenige Male auf der Straße unterwegs gewesen ist oder nur im Wohnzimmer stand, sind stets mit Skepsis zu betrachten. Ebenso sollte man skeptisch sein, wenn der Verkäufer angibt, dass ein Bike nur einen Tag alt ist. Warum möchte er es dann abgeben? Hat der Verkäufer die Rechnung vorliegen?

Ein Mountainbike, welches zu einem Bruchteil vom normalerweise regulären Preis gebraucht angeboten wird, davon solltet ihr die Finger lassen.

Niemand hat etwas zu verschenken und wer sich wirklich für ein solches Bike interessiert, der ist auch bereit einen akzeptablen Preis dafür zu zahlen.

Worauf solltest du beim Kauf eines gebrauchten Mountainbikes achten?

Zu Anfang solltest du dich fragen, wie viel du für ein gebrauchtes Rad ausgeben kannst oder möchtest. Frage dich, welche Größe das Fahrrad haben sollte, welche technischen Raffinessen dir wichtig sind und ob du dieses lieber privat kaufen möchtest oder bei einem Händler deines Vertrauens, der später eventuelle Reparaturen ebenfalls für dich übernehmen kann.

Eines ist ganz klar und sollte auch nicht verhandelbar sein, die Probefahrt.

Kaufe niemals ein Fahrrad ohne dieses vorher gesehen und Probe gefahren zu haben.

Prüfe das Mountainbike akribisch auf Herz und Nieren, damit du dich später nicht über einen Fehlkauf ärgerst.

Das Fahrwerk

Die Bauteile, wie die Gabel und die Dämpfer sollten von dir vor dem Kauf genau unter die Lupe genommen werden. Frage den Verkäufer, ob die Gabel und die Dämpfer bereits ausgetauscht wurden oder ob ein Fahrrad-Service stattgefunden hat. Ist das Federelement defekt, so kannst du für den Austausch noch einmal mit etwa 100,00 Euro rechnen.

Ebenso solltest du darauf achten, dass keine Buchsen ausgeschlagen sind. Du kannst dies mit einem einfachen Trick feststellen. Du musst einfach das Hinterrad auf den Boden drücken und gleichzeitig den Hauptrahmen nach oben ziehen.

Hörst du Geräusche, so etwas wie ein Klappern, dann kannst du davon ausgehen, dass die Federn eventuell nicht mehr in dem besten Zustand sind.

Der Rahmen

Der Rahmen ist sicherlich bei jedem Fahrrad das wichtigste Teilstück. Dieser sollte in einwandfreiem Zustand sein, nicht nur optisch, sondern auch technisch. Suche nach eventuellen Rissen, die sich an Schweißnähten oder im Lack des Rahmens befinden.

Ist das Bike besonders stark verschmutzt oder sind Abnutzungsspuren vorhanden, dann kannst du davon ausgehen, dass dieses Mountainbike sehr oft zum Einsatz kam. Der vorhandene Verschleiß ist in einem solchen Fall definitiv erhöht.

Der Antrieb

Der Antrieb ist ein wichtiger Bestandteil des Rades und sollte nicht aus den Augen verloren werden, wenn man ein gebrauchtes Mountainbike kaufen möchte. Ist der Antrieb defekt, dann macht das ganze Biken keinen Spaß.

Die Laufleistung solltest du ebenfalls unbedingt überprüfen, denn es gibt immer wieder Verkäufer, die hier ein bisschen fuschen. Die Kette sieht oftmals auf den ersten Blick wie neu aus, wenn man diese kurz vor dem Verkauf gereinigt hat. Schaust du jedoch genauer hin und diese sollte verschlissen sein, dann riskiere einen Blick auf die Kassette und Kettenblätter. In vielen Fällen kannst du davon ausgehen, dass diese ihre besten Jahre hinter sich haben.

Wichtig ist zudem, wenn du eine Probefahrt macht, dass du in alle Gänge schaltest. Es ist wichtig, dass du hier kein Knacken wahrnimmst.

Die Teleskopsattelstütze

Die Teleskopsattelstütze ist besonders begehrt. Ein Mountainbike ohne eine solche ist kaum vorstellbar. Du solltest diese unbedingt testen, denn die Teleskopsattelstütze ist besonders empfindlich und muss so einiges aushalten, daher weist sie auch öfters mal einen Defekt auf.

Achte auf ein Spiel in der Kolbenstange und auf ein eventuelles Absacken, wenn du dich auf den Sattel setzt. Nicht zu vergessen auf einen hervorragenden Zug solltest du ebenfalls achten.

Die Bremsen

Die Bremsen zählen beim Fahrrad als das Verschleißteil schlechthin. Gerade die Beanspruchung der Bremsscheiben und Bremsbeläge ist sehr groß.  Sie müssen jedem Wetter standhalten. Schaue dir unbedingt den Bremssattel an, wenn du ein gebrauchtes Mountainbike kaufen möchtest.

Prüfe den Druckpunkt beim Bremsen und gucke, ob bereits Verfärbungen an den Bremsscheiben zu erkennen sind. Ebenso Kratzer oder Riefen auf diesen können auf eine starke Abnutzung hindeuten.

Die Reifen

Die Bereifung ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, den du nicht aus den Augen verlieren solltest. Eine gute Bereifung verspricht eine Menge Fahrspaß, aber nicht nur das, auch der Sicherheitsaspekt ist gegeben. Ein Verschleiß bei einem gebrauchten Mountainbike ist ganz normal, doch dieser sollte nicht gravierend sein.

Sollte das Fahrrad einen allgemein guten Zustand vorweisen und nur die Reifen deinen Vorstellungen nicht entsprechen, so ist dies eine gute Verhandlungsbasis.

Die Räder

Gerade die Laufräder sind dafür bekannt, dass diese immer wieder einen Defekt aufweisen. Mal handelt es sich um Spiel in den Lagern, mal um Dellen im Felgenring und mal um den Verlust der Spannung in den Speichen. Alle diese Defekte sprechen nicht unbedingt für den Kauf des Mountainbikes.

Der Experte Marco Bader von Bikecheckpoint hat noch einige Ratschläge für dich, damit du letztendlich wirklich das für dich passende gebrauchte Mountainbike kaufst.

  • Checke den Neupreis, damit du genau abschätzen kannst, ob der Verkäufer einen guten, einen zu geringen oder einen realistischen Preis fordert.
  • Kaufe niemals ein Fahrrad ohne dieses vorab gesehen und Probe gefahren zu haben. Selbst dann nicht, wenn der Preis eine echte Herausforderung wäre.
  • Lasse dir ausreichend Zeit um das Fahrrad auf Herz und Nieren zu prüfen. Jede Kleinigkeit kann später zu einem großen Mangel werden und ein großes Loch in deine Kasse reißen.
  • Hast du dich für den Kauf entschieden, dann solltest du ebenso wie bei einem Autokauf einen ordentlichen Kaufvertrag abschließen. Dieser sichert dich ab und du kannst stets belegen, von wem du das Bike gekauft hast.

Mängel beim Fahrradkauf ansprechen

Du solltest wissen, dass der Verkäufer nicht verpflichtet ist sämtliche Mängel des Rades dir mitzuteilen, daher musst du selbst auf die Suche gehen. Solltest du Mängel feststellen, so spreche den Verkäufer auf diese an. Sicherlich kann es vorkommen, dass ihm diese nicht bekannt waren, aber oftmals möchten Verkäufer Mängel gerne vertuschen.

Warte die Antwort des Verkäufers ab. Ist dieser überrascht, bietet er dir von sich aus einen Preisnachlass an oder flüchtet er sich in Ausreden? Dir sollte natürlich klar sein, dass, wenn du dich für ein gebrauchtes Bike entscheidest, dieses nicht zwangsläufig neu aussehen muss.

Gebrauchsspuren sind in den meisten Fällen immer vorhanden. Hier kann es sich um ein paar Kratzer handeln, um Lack der hier und da mal abblättert oder um andere optische Mängel.

Wichtig ist jedoch, dass das Fahrrad über einen allgemein guten Zustand verfügt.

„Wusstest du,wenn du ein gebrauchtes Mountainbike bei einem Händler kaufst, dass du eine Gewährleistung hast? Du kannst das Rad in aller Ruhe in deinem gewohnten Umfeld ausprobieren und sollte mal ein Mangel vorhanden sein, so ist der Händler verpflichtet diesen zu reparieren“.

Marco Bader, der Inhaber vom Mountainbike-Handel Bikecheckpoint in Kempten sieht es als selbstverständlich an, auch nach dem Kauf eines Fahrrades bei ihm, immer ein offenes Ohr für seine Kunden zu haben.

Antworten vom Gebrauchtbike-Experten Marco Bader von Bikecheckpoint in Kempten

Wie ist der noch vorhandene Wert eines gebrauchten Mountainbikes einzuschätzen?

Es gibt keine festen Vorschriften was ein gebrauchtes Mountainbike kosten darf. Genau aus diesem Grund findet man immer wieder Anbieter, die es mit den Preisen übertreiben. Du kannst jedoch davon ausgehen, dass ein gutes, gebrauchtes Mountainbike nicht mehr als die Hälfte des Neupreises kosten sollte.

Wann kann man ein echtes Schnäppchen machen?

Die Fahrradsaison ist in den warmen Sommermonaten, in der Regel zwischen Frühling und Sommer. In diesem Zeitraum sollte man nicht zwangsläufig nach einem Bike Ausschau halten. Besser ist der Herbst geeignet für ein echtes Schnäppchen, aber auch der Winter. Die Saison ist vorbei und viele Biker möchten sich im Frühjahr ein neues bzw. hochwertigeres Mountainbike zulegen. Hier ist deine Chance.

Besser ein Fahrrad privat oder von einem Händler kaufen?

Natürlich möchten wir als Händler auch etwas verdienen und fänden es schön, wenn Fahrräder bei uns gekauft werden. Wir als Händler können ein Bike zudem nicht so günstig anbieten, wie eine Privatperson, das ist klar. Du hast aber einige Vorteile, wenn du bei einem Händler kaufst, die dir eine Privatperson nicht geben kann. Das Bike wird vor dem Verkauf von einem Profi genaustens geprüft. Defekte werden fachmännisch repariert und nicht zu vergessen, du hast eine Gewährleistung. Solltest du dich für einen Privatkauf entscheiden, kann ich dir den Fahrrad-Kaufvertrag von ADAC empfehlen.

Welche Mointainbikes werden bevorzugt gekauft?

Sicherlich kann man hier keine Marken nennen, denn die Vorzüge von Verbrauchern sind recht unterschiedlich. Einige achten beim Kauf auf die Optik, andere auf technische Raffinessen und wieder andere eher auf den Preis. Die Nachfrage nach eher simplen, zeitlosen Fahrrädern ist in dem letzten Jahr besonders gestiegen.

3 Tipps vom Bikeexperten Marco Bader für alle Mountainbike-Freunde

  1. Außen hui und innen pfui, diesen Spruch kennst du sicherlich auch. Du solltest bei einem Mountainbike, welches gebraucht ist, dich nicht alleine von der Optik leiten lassen. Schaue hinter die Fassade. Gebrauchsspuren sind oftmals unerlässlich, doch diese sollten sich immer noch in einem normalen Rahmen befinden
  2. Du solltest einen Klappertest machen. Hebe das Mountainbike hoch und lasse es auf die Reifen fallen. Na, wie hat sich das angehört? Hat es irgendwo geklappert oder waren seltsame Geräusche zu hören? In einem solchen Fall lass die Finger davon.
  3. Sicherlich nicht unwichtig sind die Bremsen. Überprüfe unbedingt den Druckpunkt und die Funktionalität. An diesem Test kann sehr viel hängen und es könnten eventuell im Nachhinein hohe Kosten auf dich zukommen.

Fazit

Ein Mountainbike zählt sicherlich zu den begehrtesten Fahrrädern weltweit. Es ist robust und lässt sich vielseitig einsetzen. Die Nachfrage nach solchen Modellen ist nach wie vor sehr groß. Nicht jeder kann sich ein neues Mountainbike leisten und schaut sich nach einem guten gebrauchten Modell um.

Hier gibt es jedoch einige Dinge zu beachten, damit man später nicht von einem Fehlkauf überrascht wird. Der Mountainbike-Handel Bikecheckpoint von Marco Bader in Kempten, weiß worauf Käufer unbedingt achten sollten. Wer ein hochwertiges Bike kaufen möchte, der ist bei Marco bestens beraten und wird schnell merken wie viel Herzblut Marco in ein jedes gebrauchtes Fahrrad steckt.

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